Gordon Onslow Ford

Der 1912 in England geborene Gordon Onslow Ford begann seine  gordon1Künstlerlaufbahn in Paris im Jahr 1937, wo er Roberto Matta traf, mit dem er zusammenarbeitete und der ihm André Bretón vorgestellte.

Onslow-Ford- Arbeiten der 40er Jahre sind reiner abstrakter Surrealismus im Sinne Mattas: gegenstandlose Schwingungen, heitere, singende Formen. Noch in Paris entwickelte er eine Technik, die er „Coulage“ nannte: das Berieseln der am Boden liegenden Leinwand mit (Email)-Farben; eine Technik, die später die amerikanischen abstrakten Expressionisten im „drip-painting“ aufnahmen.

Spiralen, Ovale, Punkte, Sternzeichen, gewölbte, sich durchdringende Linien; sich entwickelnde Formen auf perspektivlosen, in abgetönten Farben gehaltenen Oberflächen, die aus vielen gegenstandslosen, teilweise spielerischen Motiven zusammengesetzt sind: eine innere Welt, ein geistiger Kosmos…manchmal vielleicht aus Landschaften der Außenwelt.

In den letzten Jahren reduziert der nun Achtzigjährige seine Farbgebung ganz auf Schwarz und Weiß, auf dünne Geraden, kleine und größere Punkte und Kreise; er spart dunkle oder helle Flächen aus, konzentriert dort seine Elemente umso wirkungsvoller. Es wird kein Nachthimmel dargestellt, aber der Betrachter stellt sich ihn vor. Es entstehen sehr intensive, beeindruckende Kompositionen.

Ausstellungsorte waren das Museum für zeitgenössische Kunst Santiago, Pinacoteca Concepción, die städtischen Galerien Valparaiso und Viña del Mar. Die Ausstellung wurde von der Kritik Chiles als beste Ausstellung aus dem Ausland prämiert (1995).